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Ausstellung: „Vor allem eins: Dir selbst sei treu!"

24.08.2019 um 11:00 Uhr

Die Ausstellung, ausgerichtet vom Goethe-Institut Tel Aviv, zeigt 10 Episoden aus dem Leben der Channa Maron in Graphik Novel Zeichnungen von Barbara Yelin und ist immer samstags und sonntags in der Zeit von 10 bis 15 Uhr bis 22. September zu sehen.

 

Vor fünf Jahren starb die Schauspielerin Channa Maron in Tel Aviv, geboren ist sie 1923 in Berlin. Ihre Karriere begann sie als „Pünktchen“ in Erich Kästners „Pünktchen und Anton“ am Deutschen Theater in Berlin. 1933 floh sie mit ihrer Familie und lebte fortan in Palästina. 1970 wurde sie Opfer eines palästinensischen Terroranschlags in München in dessen Folge sie einen Fuß verlor.

 

Dennoch setzte sie ihre Schauspielkarriere fort und engagierte sich für den Friedensprozess. In Israel kennt sie jeder als First Lady des israelischen Theaters, die Friedensaktivistin, Freundin von Mosche Dayan und Yitzak Rabin, Israel-Preisträgerin 1974.


Jahresthema 2019 des Projekts Judenhof in Perleberg

Denunziation - Verraten und verraten werden

 

Anlass und Orientierungspunkt der Veranstaltungsreihe sind die von der AfD eingerichteten Internetforen, in denen Schüler aller Jahrgänge aufgefordert werden ihre Lehrer zu melden, wenn diese die Rechtspopulistische Partei im Unterricht nicht gleichwertig neben anderen Parteien behandeln. Lehrer der Berliner Lina-Morgenstern-Schule reagierten mit einem offenen Brief:

„An die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus:

Die untenstehenden Unterzeichner*innen, … greifen auf das Mittel der Selbstanzeige zurück, damit wir auf Ihrer Denunziationsliste von Berliner Lehrer*innen erscheinen…

Wir werden unsere Schüler*innen davon unterrichten, wenn von Mitgliedern und Funktionären Ihrer Partei rassistische, geschichtsrevisionistisch, antisemitische oder demokratiefeindliche Aktivitäten ausgehen, die unser friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft gefährden.“

 

Politische Denunziation ist in Deutschland keine unbekannte Größe. In der NS-Zeit wurde von „Volksgenossen“ erwartet, dass sie jede Nonkonformität melden. Dies geschah massenhaft und freiwillig, kein Gesetz, schrieb dies vor.

 

Nach 1945 konnte in der BRD Denunziation im Dritten Reich als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ strafrechtlich verfolgt werden. Allerdings fanden nur wenige Prozesse statt. Konsequenter ging man in der SBZ/DDR gegen ehemalige Denunzianten vor, baute aber gleichzeitig ein perfides System von Kontrolle und Verrat auf. Erich Mielke 1948: „Denunziation ist ein Zeichen antifaschistischer Wachsamkeit“.

 

Denunziation vergiftet die sozialen Beziehungen und isoliert die Menschen. Sie setzt autoritäre Strukturen voraus und zielt auf diese.

 

Programm Jahresthema 2019 | Judenhof Perleberg

 
 

Veranstaltungsort

Judenhof Perleberg

Parchimer Str. 6 a
19348 Perleberg

https://de-de.facebook.com/PerlebergerJudenhof Facebook

 

Veranstalter

Perleberger Kulturverein im Brandenburgischen Kulturbund e.V.

Buchenweg 14
19348 Perleberg

Telefon (03876) 61 63 15

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